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Bildungspaket

Kinder, deren Eltern Leistungen vom Jobcenter, dem Sozialamt oder der Wohngeldstelle beziehen, haben seit 2011 einen zusätzlichen Anspruch auf Leistungen für Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Durch dieses Bildungspaket haben diese Kinder und Jugendliche mehr Chancen an allen Bereichen des schulischen Lebens teilzuhaben und zusätzliche Fördermöglichkeiten, die über schulische Angebote hinausgehen,  zu erhalten. Weiterführenden Informationen darüber finden Sie auf den Seiten der Berliner Senatsverwaltung unter:

http://http://www.berlin.de/sen/bjw/bildungspaket/index.html

Auszug aus dem Informationsschreiben für Eltern von Schulkindern zum Thema Bildungspaket (Stand: 1. August 2013)

Das komplette Schreiben können Sie hier herunterladen.

1. Tagesausflüge im Rahmen der Schule oder der ergänzenden Betreuung

Ihr Kind kann kostenlos an Tagesausflügen (Klassen­ausflüge, Wandertage oder Exkursionen) teilnehmen. Damit die anfallenden Kosten (Fahrtkosten, Eintrittsgeld) übernommen werden, müssen Sie rechtzeitig in der Schule Ihres Kindes den gültigen „berlinpass-BuT“ vorlegen. Die Lehrkraft oder Erzieherin, die den Tagesausflug organisiert, kümmert sich dann um die weiteren Schritte und bezahlt die anfallenden Kosten des Tagesausflugs.

2. Klassenfahrten

Wie bisher kann Ihr Kind an mehrtägigen Klassenfahrten teilnehmen. Damit die Kosten übernommen werden können, müssen Sie den in den Schulen und bei den Bewilligungsstellen (Jobcenter, Sozialamt oder Wohngeldstelle) zur Verfügung gestellten Vordruck „Antrag auf Übernahme der Kosten für eine mehrtägige Klassenfahrt im Rahmen schulrechtlicher Bestimmungen“ ausfüllen. Die fahrtenleitende Lehrkraft bestätigt dann die gemachten Angaben. Danach reichen Sie den Antrag bei Ihrer Bewilligungsstelle ein. Von dort wird das Geld an die Schule überwiesen (Schülerfahrtenkonto).

3. Ausstattung mit persönlichem Schulbedarf

Für die Ausstattung mit persönlichem Schulbedarf (z. B. Stifte, Hefte, Papier) erhalten Sie für Ihr Kind jeweils zum 1. August 70 Euro und zum 1. Februar 30 Euro. Zuständig für die Auszahlung des persönlichen Schulbedarfs ist die Stelle, von der Sie die finanziellen Leistungen erhalten (Jobcenter, Sozialamt, Wohngeldstelle). Hier müssen Sie den Schülerausweis Ihres Kindes vorlegen.

4. Schülerbeförderung

Wenn Ihr Kind für den Weg zur Schule ein Ticket von BVG oder S-Bahn benötigt, können Sie bei Ihrer Bewilligungsstelle (Jobcenter, Sozialamt, Wohngeldstelle) ein ermäßigtes Schülerticket beantragen. Das ermäßigte Schülerticket Berlin AB kostet im Monat 15 Euro oder als Abonnement 12,08 Euro monatlich.

Das ermäßigte Schülerticket gibt es für den Besuch jeder weiterführenden Schule in Berlin (Integrierte Sekundarschule, Gymnasium, berufliche Schule), die mehr als 3 km von der Hauptwohnung entfernt ist. Für den Besuch von Grundschulen und anderen Schulen der Klassen 1 bis 6, die weiter als 1 km von der Wohnung entfernt sind, gibt es das ermäßigte Schülerticket

  • wenn dies die nächstgelegenen Grundschule ist oder
  • wenn Ihr Kind an der nächstgelegenen Grundschule keinen Platz bekommen hat und daher eine weiter entferntere Schule besucht oder
  • wenn die Schule einen besonderen Bildungsgang anbietet (Schulen besonderer pädagogischer Prägung, Gemeinschaftsschule, Integrierte Sekundarschule mit Grundstufe).

Zum Nachweis der Berechtigung erhält Ihr Kind den „berlinpass-BuT“ mit einem Hologramm. Mit diesem „berlinpass-BuT“ bekommen Sie bei der BVG oder dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg das ermäßigte Schülerticket. Der „berlinpass-BuT“, die VBB-Kundenkarte mit Lichtbild und der gültige Wertabschnitt für den laufenden Monat müssen bei der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel mitgeführt werden.

5. Lernförderung

Kann Ihr Kind dem Unterricht nicht folgen, macht es kaum Lernfortschritte und bringt schlechte Noten (Fünfen/Sechsen) nach Hause, dann können Sie eine zusätzliche Lernförderung beantragen. Diese ergänzende Lernförderung erfolgt in der Regel in der Schule Ihres Kindes. Hierfür organisiert die Schule die Lernförderung mit einem außerschulischen Partner. Damit Ihr Kind ergänzende Lernförderung erhält, müssen Sie in der Schule Ihres Kindes einen Antrag auf Lernförderung stellen und der Schule Ihren gültigen „berlinpass-BuT“ vorlegen. Das Antragsformular erhalten Sie in der Schule Ihres Kindes.

6. Mittagsverpflegung

Wenn Sie dem Caterer Ihren Berechtigungsnachweis in Form des „berlinpass-BuT“ vorlegen, zahlen Sie künftig für ein Mittagessen nur noch 1 Euro. Sie sind jedoch verpflichtet, mit dem Caterer einen Vertrag über die Teilnahme Ihres Kindes am Mittagessen in der Schule zu schließen; nur so können Sie den Zuschuss erhalten. Am Monatsende erhalten Sie vom Caterer eine Rechnung über die Anzahl der eingenommenen Mahlzeiten zum Preis von je 1 Euro. Die Differenz zum eigentlichen Preis der Mittagessen wird dem Caterer durch das Schulamt ausgeglichen.

Wenn Ihr Kind am Offenen Ganztagsbetrieb einer Grundschule oder eines Förderzentrums teilnimmt (OGB, ergänzende Förderung und Betreuung am Nachmittag), haben Sie wie bisher einen Betreuungsvertrag mit dem Bezirksamt oder dem Freien Träger. Diesem legen Sie den „berlinpass-BuT“ vor. Nach Vorlage des „berlinpass- BuT“ zahlen Sie künftig für ein Mittagessen nur noch 1 Euro. Wegen der zu berücksichtigenden Schul- und Ferientage beträgt der von Ihnen zu zahlende Eigenanteil anstatt 23 Euro derzeit 18,90 Euro im Monat.